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Ein elementares Leitthema in den Werken von vauleben besteht in der Erforschung zufallsgelenkter Verfahren und Kontingenzen, die sich in den vielfältigen Möglichkeitsräumen zwischen Ordnungssystemen mit unterschiedlichen Regeln und in der Verschränkung ständiger Veränderung sowie der Unberechenbarkeit des Chaos ergeben. Die durch Zufall gewählte erste Farbe und das Hinzufügen weiterer, die folgenden mechanischen Verwischungen und Übermalungen, bilden den ersten Teil eines Arbeitsprozesses, dem viele weitere folgen, bis eine subjektive Schönheit entstanden ist, die dem Betrachter womöglich gefallen könnte. Erst dann beginnt der eigentliche Schaffensprozess, die Zerstörung des Schönen, die Loslösung des subjektiven Blicks, die Suche nach einer objektiven Lösung, die durch Störungen des Vorangegangenen neue Formen und Gebilde entstehen lassen.

Irgendwann wird sehr oft massiv und zentral die schwarze Farbe eingesetzt, um einzelne Bereiche weitestgehend auf das Wesentliche zu reduzieren. Manchmal werden Folien benutzt, die bereits in anderen Arbeitsprozessen Farben aufgenommen haben und daher bereits eine kompositorische Ästhetik besitzen. Diese werden weiter bearbeitet und manchmal erst nach einigen Tagen wieder von der Leinwand abgezogen. Die so zurückbleibenden Fragmente werden erneut einer Reduktion unterzogen.

vauleben erforscht die Vergänglichkeit, die durch den eigenen prozesshaften Gang und einer unmittelbaren radikalen Bearbeitung sowie zeitliche Abläufe für das Auge unsichtbar sind, aber vom Verstand erahnt werden können. So bleibt mal ein Unbehagen oder ein Lächeln am Ende der Arbeit.

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